Rechenzentrum

Rechenzentren erbringen Dienstleistungen im Prozess des Informationsmanagements

Ein Rechenzentrum ist ein ein Raum, Einrichtung oder Standort einer zentralen Datenverarbeitung. Ein Rechenzentrum beherbergt die Server, IT-Systeme und Infrastruktur für automatisierte Informationen innerhalb eines Unternehmens oder als Provider von Kunden. Es ist der zentrale Ort für die Verarbeitung und Verwaltung von Informationen und Anwendungen. Neben den betrieblichen Rechenzentren gibt es regionale und kommunale Rechenzentren. Deren Dienste können wie die eines Application Service Providers (ASP) genutzt werden. Das Informationsmanagement ist Teil des betriebsinternen Controllings und soll gewährleisten, dass Geschäftsprozesse geplant, gesteuert koordiniert und kontrolliert werden können. Rechenzentren stellen in einem Unternehmen die Organisationseinheit dar, die für die Verarbeitung sowie die entsprechende Aufbereitung und Auswertung von Informationen verantwortlich ist. Rechenzentren erbringen Dienstleistungen im Prozess des Informationsmanagements.


Wirtschaftlichkeit, Organisation, Sicherheit, Energieeffizienz, Verfügbarkeit

Der Betrieb von Rechenzentren geht über den klassischen Aufgabenbereich der datentechnischen Aufarbeitung, Verarbeitung und Speicherung von Anwenderdaten, Rechenoperationen, Massenspeicherung weit hinaus. Wirtschaftlichkeit, Organisation, Sicherheit, Energieeffizienz, Verfügbarkeit und Recht der IT-Dienste sind wichtige Aspekte für den Betrieb von Rechenzentren. Diese sind unmittelbar von der Stromversorgung, USV-Systeme, Kühlung, Notfallabsicherung, Backups, Überwachungseinrichtungen und redundant ausgelegten Systemkomponenten abhängig. Die Anforderungen an die Verfügbarkeit von Rechenzentren sind hoch. Sie werden deshalb mit redundanten Klimaanlagen, unterbrechungsfreien Stromversorgungen, Brandmeldeanlagen und einer Löschanlage ausgestattet.


Sicherheitsmaßnahmen und Schutzmechanismen für die IT-Systeme

Ein Rechenzentrum nimmt in einem Unternehmen eine sehr wichtige Rolle ein. Daher sind nicht nur räumliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, sondern auch Schutzmechanismen für die IT-Systeme. Die Datensicherheit muss Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit gewährleisten. Das Sicherheitskonzept muss wirtschaftlich vertretbar sein. Ein Rechenzentrum ist in der Regel mit einem Sicherheitsraum für die sog. Feintechnik mit den IT-Systemen und einem Raum für die sog. Grobtechnik, wie Klimatisierung, Energieversorgung, Löschmittel ausgestattet. In einem Doppelboden wird die Verkabelung und kühle Luft von der Klimaanlage zu den Geräten geführt. Netzwerkschränke stehen sich in geschlossenen Reihen  gegenüber, so werden sogenannte kalte Gänge und heiße Gänge gebildet, weil die Geräte durch Lüfter kalte Luft vorn ansaugen und hinten warm ausblasen. Vor den Schränken wird kühle Luft aus dem Boden ausgeblasen und hinter den Schränken warme Luft abgesaugt. Bewährt ist die Einhausung von Kaltgängen, auch Kaltgangeinhausung oder Cold Aisle Containment genannt, in die die kalte Luft aus dem Doppelboden einströmt. Die hohe Leistungsdichte und Wärmeentwicklung erfordert aufwendige Maßnahmen zur Kühlung. Eine direkte Rackkühlung ist gegenüber einer indirekten Luftkühlung energieeffizienter und auch weniger laut.